Markus Plischke von Q-MEX Networks auf der EWE Carrier Conference 2026

EWE Carrier Conference 2026

Vom Gameserver zum ISP

Wie aus einem Hobby Schritt für Schritt eigene Infrastruktur, ein IT-Unternehmen und schließlich ein rund 900 Kilometer langer Backbone bis nach Zürich entstand.

Aus einem Bedarf wurde eine Kompetenz. Aus eigener Hardware wurde Infrastruktur. Und aus Infrastruktur entstand ein Unternehmen.

Auf der EWE Carrier Conference 2026 in Oldenburg hat unser Geschäftsführer Markus Plischke eine Geschichte erzählt, die vor mehr als 20 Jahren begann – mit ein paar Gameservern und dem Wunsch nach einer besseren Verbindung.

Heute gibt es die Gameserver nicht mehr. Dafür betreibt Q-MEX Networks inzwischen einen rund 900 Kilometer langen Backbone bis nach Zürich und unterstützt Unternehmen und IT-Partner mit IT-, Rechenzentrums-, Internet- und Telekommunikationslösungen.

Wie es dazu kam? Nicht durch einen großen Masterplan. Vielmehr standen wir immer wieder vor konkreten Herausforderungen und mussten entscheiden: Akzeptieren wir die vorhandene Lösung – oder bauen wir die notwendige Kompetenz selbst auf?

„Wir haben aus einem Bedarf eine Kompetenz gemacht.“

Am Anfang standen Gameserver

Anfang der 2000er ging es noch nicht um die Gründung eines IT-Unternehmens. Ein paar Freunde wollten Gameserver. Also wurden zu Hause Linux-Systeme aufgesetzt und die ersten Server betrieben.

Schnell zeigte sich allerdings eine Grenze: Spätestens wenn die Internetverbindung nicht mehr mithielt, waren Latenzen und Aussetzer nicht mehr nur technische Details. Bei Gameservern zählt jede Millisekunde.

Zunächst wurden Server bei externen Anbietern gemietet. Doch auch dort gab es Probleme mit Latenzen, Last und Netzwerkqualität. Also fiel eine Entscheidung, die für die weitere Entwicklung von Q-MEX entscheidend werden sollte: Wir nehmen die Sache selbst in die Hand.

Eigene Hardware wurde angeschafft und im Rechenzentrum betrieben. Ohne dass es damals jemand so geplant hätte, war damit ein wichtiger Grundstein für das heutige Q-MEX gelegt.

Die Anfänge der Infrastruktur von Q-MEX Networks
Aus ersten eigenen Servern entwickelte sich Schritt für Schritt professionelle Infrastruktur.

Vom Rechenzentrum zum Kunden

Mit der eigenen Infrastruktur kamen Webhosting und erste Geschäftskunden. Und irgendwann stellten Kunden eine Frage, die den nächsten Entwicklungsschritt auslöste:

„Wenn das bei euch im Rechenzentrum so gut funktioniert – könnt ihr das nicht auch bei uns vor Ort machen?“

Warum eigentlich nicht? Also begannen wir, die Systeme unserer Kunden nach demselben Prinzip zu betreuen wie unsere eigenen Systeme im Rechenzentrum.

Dazu gehörte schon früh Monitoring. Probleme sollten möglichst erkannt werden, bevor der Kunde sie bemerkt und zum Telefon greifen muss. Aus dem Betrieb eigener Infrastruktur wurde so Schritt für Schritt professionelle IT-Betreuung.

Dieses Muster sollte uns in den folgenden Jahren immer wieder begegnen: Wir benötigten eine Lösung, arbeiteten mit bestehenden Anbietern und stellten irgendwann fest, dass Qualität, Flexibilität oder Support nicht unserem Anspruch entsprachen. Dann gab es im Grunde zwei Möglichkeiten: aufhören – oder selbst Kompetenz aufbauen.

Das gleiche Prinzip bei der Telefonie

Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Entwicklung im Bereich Telefonie. Aus ersten Telefonanlagen entstand ein großes Telefonkonferenzprojekt mit zehntausenden registrierten Nutzern und zeitweise tausenden gleichzeitigen Verbindungen.

Später führten Erfahrungen mit externen Telefonieanbietern erneut dazu, mehr Technik und Verantwortung selbst zu übernehmen. Aus einer konkreten Anforderung entwickelte sich damit eine weitere Kompetenz, die heute fester Bestandteil unseres Leistungsportfolios ist.

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Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur von Q-MEX Networks

Irgendwann ging es um das Netz selbst

Mit wachsender Infrastruktur wurde die Qualität der Internetanbindung immer wichtiger. Dabei haben wir eine Erfahrung gemacht, die unsere Arbeit bis heute prägt: Eine eingehaltene SLA ist nicht automatisch dasselbe wie eine gute Lösung für den Kunden.

Wenn eine Verbindung technisch noch innerhalb vereinbarter Grenzwerte liegt, der Datenverkehr aber unnötige Umwege nimmt oder die Qualität nicht dem entspricht, was technisch möglich wäre, reicht uns ein „liegt innerhalb der SLA“ nicht.

Unser Anspruch war ein anderer: Probleme verstehen, Ursachen finden und dort, wo wir Einfluss nehmen können, eine bessere Lösung schaffen.

Diese Haltung führte schließlich zum nächsten großen Schritt: dem Aufbau eines eigenen Netzes.

Q-MEX Backbone von Deutschland bis Zürich
Von damals bis heute 900 km Backbone bis nach Zürich.

Vom Gameserver zum eigenen Backbone

Was vor mehr als 20 Jahren mit einer zu langsamen Internetverbindung für ein paar Gameserver begann, sieht heute etwas anders aus.

Q-MEX Networks betreibt inzwischen einen rund 900 Kilometer langen Backbone bis nach Zürich. Dazu kommen Rechenzentrumsdienstleistungen, Internetanbindungen, Telefonie und weitere Infrastrukturleistungen für eigene Kunden und Partner.

Die Gameserver sind verschwunden. Der Anspruch dahinter ist geblieben: stabile Infrastruktur, kurze Wege, Probleme verstehen und Verantwortung übernehmen.

Unser „Persil-Moment“

Eine ungewöhnliche Analogie aus dem Vortrag beschreibt diese Entwicklung erstaunlich gut. Als Henkel Anfang des 20. Jahrhunderts Klebstoff für seine Verpackungen benötigte und dieser knapp war, entwickelte das Unternehmen eine eigene Lösung. Aus einem internen Bedarf entstand Know-how und daraus später ein eigener Geschäftsbereich.

Genau darin liegt die Parallele zu unserer Geschichte: Gameserver brauchten bessere Verbindungen, also entstand eigene Infrastruktur. Kunden wollten dieselbe Zuverlässigkeit bei sich vor Ort, also entstand professionelle IT-Betreuung. Die Anforderungen an Telefonie stiegen, also bauten wir eigene Kompetenz auf. Und als uns die Qualität bestehender Netzwege nicht genügte, entstand schließlich ein eigenes Netz.

Aus Problemen wurden Lösungen. Und aus Lösungen wurden Leistungen, die wir heute unseren Kunden und Partnern anbieten.

Q-MEX Networks heute

Heute geben wir diese Kompetenz weiter

Heute profitieren davon nicht mehr nur unsere eigenen Systeme. Q-MEX unterstützt Unternehmen und IT-Partner bei IT-Betreuung, Netzwerk- und Cloud-Infrastruktur, IT-Sicherheit, Backup, Business-Telefonie sowie Rechenzentrums- und Connectivity-Lösungen.

Dabei hat sich trotz aller technischen Entwicklung eine Sache nicht verändert: Wir möchten verstehen, warum etwas nicht funktioniert – und uns nicht damit zufriedengeben, dass irgendwo jemand anderes dafür verantwortlich ist.

Genau daraus sind viele der Kompetenzen entstanden, die Q-MEX heute ausmachen.

IT-Outsourcing Cloud & Netzwerk IT IT-Sicherheit & Q-SIEM Backup & Datensicherung Business-Telefonie

„Wir alle kochen nur mit Wasser.“

Am Ende des Vortrags auf der EWE Carrier Conference ging es deshalb nicht um die Größe eines Unternehmens. Es ging darum, Herausforderungen anzunehmen, sich gute Partner zu suchen und sich zuzutrauen, eigene Kompetenz aufzubauen.

„Egal ob wir groß sind, ob wir in der Mitte sind oder ob wir klein sind – wir alle kochen mit Wasser.“

Für uns ist das auch nach mehr als 20 Jahren Q-MEX noch eine ziemlich gute Beschreibung unserer Haltung.

Wir haben aus einem Bedarf eine Kompetenz gemacht.

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